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Category: Lifestyle

So lekker isst Südafrika: Koeksisters

So lekker isst Südafrika: Koeksisters

Eine fettige Angelegenheit – so lieben es die Südafrikaner

 

Wurden dir schon einmal Koeksisters angeboten? Kleine, fettige Zöpfe?

Das Geheimnis der knackigen Koeksisters ist, dass sie frisch aus dem heißen Öl genommen werden und in eiskalten Sirup getaucht werden. Der Sirup dichtet ab und lässt das Innere trocken. Koeksisters sind eine Art Doughnut und zucker-lecker.

Koeksisters sind leichter für den Magen als Vetkoeks, ein guter Snack zwischendurch, oder auch als Dessert zum Kaffee.


Zutaten
1 Ei
500 ml (2 Tassen) Mehl
½ TL Salz
2 TL Backpulver
25 ml (4 TL) Butter
½ Tasse Wasser
Öl zum Braten
Zubereitung
Mehl, Salz und Backpulver mischen, Butter untermischen. Das Ei mit Wasser verrühren. Den Teig gut kneten. Wenn er dick und klebrig wird, weiter kneten. Lass den Teig bei Zimmertemperatur für 2 bis 3 Stunden in einer bedeckten Schüssel ruhen.

Den Teig ausrollen auf ca. 5 mm. In Streifen schneiden: 5 cm lang, 2 cm breit. Schneide die einzelnen Streifen wieder in 3 Streifen, aber lass ein Ende ‘ganz’ – und flechte einen Zopf.

Frittiere den Teig goldbraun – herausnehmen und abtropfen und schnell die heißen Koeksisters in kalten Sirup tauchen. Kurz trocknen lassen und knabbern!

Bilder & Text © kapstadtmagazin.de

Cape Minstrels Second New Year Street Parade

Cape Minstrels Second New Year Street Parade

In Bo Kaap und den Townships vor Kapstadt haben sich Dutzende von Faschingsvereinen darauf vorbereitet, mit dem Cape Town Minstrel Carnival, einem zweiten Neujahrsfest ihre Stadt zurückzuerobern. Gefeiert wird jedes Jahr am 2. Januar.

Sie kommen mit zerbeulten Trompeten, Trillerpfeifen und Regenschirmen in Puderrosa. Und wenn sie lärmend durch die Straßen ziehen, dann weiß man: Jetzt geht das Rambazamba wieder los, die Straßen sind gesperrt und die Kaapse Klopse erobern die Stadt. Die Faschingsvereine der Cape Town Minstrels (Kaapse Klopse) schreiten durch Kapstadt.

Am Abend des 1. Januars versammeln sich die Klopse in Boo Kaap und singen malayische Lieder, um das das neue Jahr ein zweites Mal zu begrüßen. Dann geht die Party los! Jedes Jahr vom 2. Januar an versammeln sich die Karnevalisten und erobern sich die Stadt mit Musik und schrillen Farben zurück, die einst von der Apartheidsregierung vertrieben wurden, weil sie Coloureds waren und weil sie in multiethnischen Vierteln wie dem berühmten District Six lebten. Heute startet die bunte Party genau dort, wo ihre Häuser einmal waren und ziehen durch die Stadt.

Ganz vorne, der Teamleader der bunten Minstrels läuft der “Voorloper”, der Tambourmajor mit prächtigen Straußenfedern. Dahinter der stolze Captain, der Gründer, Cheforganisator und Spendensammler des jeweiligen Vereins. Gefolgt von dem »nagtroep«, Hunderte von Kaapse Klospe mit Sonnenschirmchen, die Kostüme bonbonbunt und neonschrill, die Münder und Augen mit kalkweißen Ringen geschminkt, auf den Köpfen Kreissägen oder Panamahüte. Dazu die Blasmusik mit Banjols, Posaunen und den klassischen Ghoema-Trommeln.

Im geordneten Chaos ziehen die bunten Narren durch die ganze Mother City, werfen ihre Hüte in die Luft, kreiseln ihre Schirme, tanzen uns singen “Moppies”, sogenannte Spottlieder. Sie parodieren eine Militärparade und bringen selbst den humorlosesten Menschen am Ende des Tages zum lachen.

Die Hintergründe

Der Karneval am Kap hat seine Ursprünge in den Volksumzügen nach der Abschaffung der Sklaverei 1834. Weil aber die Farbigen Lohnsklaven blieben, wurde das »tweede nuwe jaar«, der 2. Januar, an dem sie den Weißen nicht dienen mussten, als Datum der zeitweiligen Befreiung gefeiert. Die geistige Elite der Coloureds hielt wenig von der Gaudi. Sie meinte, die Unterdrückten bestätigten dabei nur die Klischees ihrer Unterdrücker. So wurden sie zum Coon, abgeleitet von »racoon«, dem Waschbär, (in Amerika ein Synonym für »Nigger«) In der farbigen Arbeiterklasse aber hatte das Wort nie einen rassistischen Beiklang. Im Gegenteil! Der Coon verkörpert kulturelle Identität, er ist ein Verwandter der Minstrels, der schwarzen Spielmänner aus den Südstaaten der USA.

Der Coon Carnival feiert eine Mischkultur, in der Holland, Louisiana, Arabien, Malaysia und Afrika verschmelzen. Natürlich ist der Coon auch ein Davonläufer, der die Armut und Ausbeutung vergessen will. Manchmal sinkt er bei den Umzügen, die den ganzen Monat andauern, in eine »tariek« genannte Trance. Aber er steht zugleich für die unbezwingbare Heiterkeit, die List, den Lebenswitz der Coloureds.

Als Nelson Mandela im Karneval 1998 als Coon auftrat, war es amtlich. Dieses närrische Volksfest gehört zum Erbe des neuen Südafrika. Es ist Regenbogenkultur pur.

Lokale Behörden haben das Festival von Coon Carnival in Cape Town Minstrel Karneval umbenannt, da der Begriff “Coon” an Apartheidszeiten erinnert.

©KapstadtMagazin

Sing and dance to the tune of Cape Town
with minstrel groups from around the city

The Cape Minstrels take over the streets of the Mother City each year for the annual and historic Second New Year Street Parade. A colourful procession also known as Tweede Nuwe Jaar.

MORE ABOUT THE HISTORY

This yearly parade dates back to the mid-nineteenth century when the slaves in Cape Town were given one day off in the year (2 January). To celebrate, groups would dress up as minstrels, waving parasols, strumming banjos and making merry with music, dance and a parade from the District Six area through to the city centre. Many of the songs still sung today date back to the 1800s. Aside from honouring these classic tunes, repertoires are also laden with interpretations of modern pop songs to keep all ages entertained.

Each year, the City of Cape Town partners with the various minstrel groups to put on a dazzling show for Capetonians and tourists alike. More than 13 000 minstrels in over 70 troupes parade throughout the city centre in their colourful garb.

©CapeTownMagazine

Wie Kapstadt Weihnachten feiert

Wie Kapstadt Weihnachten feiert

Der Kalender sagt: es ist Weihnachtszeit. Doch was machen die Shorts, Flip-Flops und das Strandhandtuch da? Das passt nicht zum Weihnachtsmann im schweren roten Mantel. Trotzdem wird hier in Kapstadt Weihnachten gefeiert –  in Flip Flops eben – und am Strand.

Weiße Weihnachten hat man in Kapstadt höchsten am Sandstrand, denn hier ist der Sand schneeweiss und reflektiert die Sonne. Kälte braucht auch keiner befürchten, denn auf der Südhalbkugel ist zu dieser Jahreszeit Hochsommer.
In Kapstadt ist dann mit Temperaturen bis zu 30°C und schönstem Wetter zu rechnen.

Weihnachten in Kapstadt
Doch trotz Lichterketten, Weihnachstdeko an der Waterfront und Jingle Bells im Fahrstuhl und im Supermarkt kommt bei sommerlichen Temperaturen keine echte Weihnachtsstimmung bei uns mitteleuropäischen Wahlkapstädtern auf. Der riesige Weihnachtsbaum an der V&A Waterfront fühlt sich etwas fehl am Platze, noch skurriler ist es im größten Shopping-Center der Stadt, dem Canal Walk. Hier können Kinder sogar auf einer riesigen, mit Kunstschnee befüllten Rampe Schlitten fahren.

Weihnachtsmärkte und Weihnachtskonzerte
Aber die Kapstädter kennen es natürlich nicht anders und freuen sich auf ihre sommerliche Weihnachstzeit. Es gibt viele kleine und größere Weihnachtsmärkte, auf denen man Weihnachtsdeko und handgefertigte Geschenke, Schmuck und Kleidung erwerben oder einfach nur flanieren, Livemusik lauschen und sich den Magen mit allerlei Köstlichkeiten vollschlagen kann.

Der wichtigste Weihnachtstag in Südafrika
Der große Weihnachtsfeiertag ist der 25. Dezember, also der 1. Weihnachtsfeiertag. Kapstädter treffen sich zum großen Familien-Essen, tagsüber wohlgemerkt, essen, feiern, trinken, schwimmen, tauschen Geschenke aus und genießen das Leben. Wie wir es aus Europa am 24.12. kennen.

Und natürlich gehen Kapstädter auch in die Kirche. Etwa 80 Prozent der südafrikanischen Bevölkerung ist christlich geprägt und so suchen viele bereits am 24. Dezember die Mitternachtsmesse auf, um die Geburt Christi zu feiern. Am 25. Dezember veranstalten viele Kirchen spezielle Messen, in denen die Chöre Konzerte geben.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag strömt ganz Kapstadt nach Draußen, um am Strand oder in Parks zu picknicken, lekker zu braaien oder sich einfach nur von der Völlerei des ersten Weihnachtstages zu erholen. Die meisten Geschäfte in den Touristengegenden und in den großen Shopping Centern haben an diesem „Day of Goodwill“ wieder geöffnet.

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